Insolvenzrecht

 

Außergerichtlicher Schuldenbereinigungsvorschlag

Voraussetzung für die Vorbereitung der Privatinsolvenz ist die Unterbreitung eines außergerichtlichen Schuldenbereinigungsvorschlags. Hierbei wird den Gläubigern entweder eine Nullzahlung oder der pfändbare Teil des Einkommens zur Schuldentilgung angeboten.

 

Privatinsolvenz

Ist das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren aufgrund fehlender Gläubigerzustimmung gescheitert, kann ein Antrag auf Eröffnung des Privat­in­solvenzverfahrens gestellt werden.

An das Privatinsolvenzverfahren schließt sich die sogenannte Wohlverhaltensphase an, welche in die Erteilung der Restschuldbefreiung mündet.

Für den Eintritt der Restschuldbefreiung gelten folgende Fristen:

  • drei Jahre bei Tilgung von 35 % der Schulden und Zahlung der Verfahrenskosten
  • fünf Jahre bei Tragung der Verfahrenskosten
  • sechs Jahre unabhängig von einer Schuldentilgung

 

Regelinsolvenzverfahren

Das Regelinsolvenzverfahren ist bei einem Unternehmen oder Selbständigkeit sowie bei ehemals Selbstständigen anzuwenden, sofern diese mehr als 19 Gläubiger haben. Ehemals Selbstständige, die weniger als 19 Gläubiger haben, müssen ebenfalls einen Regelinsolvenzantrag stellen, wenn Verbindlichkeiten aus Beschäftigungsverhältnissen mit Arbeitnehmern bestehen.

Ziel im Regelinsolvenzverfahren ist eine Sanierung bzw. Restschuldbefreiung.

Für die Restschuldbefreiung gelten ebenfalls folgende Fristen:

  • drei Jahre bei Tilgung von 35 % der Schulden und Zahlung der Verfahrenskosten
  • fünf Jahre bei Tragung der Verfahrenskosten
  • sechs Jahre unabhängig von einer Schuldentilgung

 

Ob Privatinsolvenz oder Regelinsolvenzverfahren wenn Sie eine Beratung zum Insolvenzrecht benötigen wenden Sie sich an Rechtsanwältin Patrizia Klein in Euskirchen

 


Wenn Sie einen Antrag auf Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahren stellen möchten unterstützt Sie Rechtsanwältin Patrizia Klein gern in Euskirchen