Familienrecht 


Scheidung

Für die Scheidung der Ehe ist es Voraussetzung, dass die Eheleute die Trennungszeit eingehalten haben. Dabei gilt eine Trennungszeit von mindestens einem Jahr, wenn beide Eheleute die Scheidung der Ehe beantragen oder ein Ehegatte den Scheidungsantrag stellt und der andere Ehegatte zustimmt.

Anderenfalls beträgt die Trennungszeit drei Jahre.

Die Ehe kann auch vor Ablauf des Trennungsjahres geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen Ehegatten aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine besondere Härte bedeuten würde. Dies ist aber in der Regel die Ausnahme. 


Trennung und nachehelicher Unterhalt

Nach einer Trennung und nachfolgender Ehescheidung stellt sich häufig die Frage, nach bestehenden Unterhaltsansprüchen.

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht ab dem Getrenntleben bis zur rechtskräftigen Scheidung. Nach der rechtskräftigen Ehescheidung ist bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen, wie z.B. der Betreuung eines Kindes, eines ehebedingten Nachteils, Krankheit oder Alters sowie aus dem Gesichtspunkt nachehelicher Solidarität bei langer Ehedauer, ein nachehelicher Unterhalt zu zahlen. 

Voraussetzung ist in beiden Fällen eine Leistungsfähigkeit des anderen Ehegatten.


Kindesunterhalt

Des Weiteren ist der nicht betreuende Elternteil verpflichtet, für gemeinsame minderjährige Kinder einen Kindesunterhalt zu zahlen, dessen Höhe sich nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle bestimmt. Dabei ist zuvor das bereinigte Nettoeinkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils zu ermitteln, um eine Einordnung in die entsprechende Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle vornehmen zu können.

Mit Eintritt der Volljährigkeit eines gemeinsamen Kindes werden beide Elternteile dem Grunde nach unterhaltspflichtig, sofern das Kind sich noch in der allgemeinen Schulausbildung befindet oder eine Ausbildung oder ein Studium absolviert. Hier gelten einige Besonderheiten.


Als Fachanwältin für Familienrecht beschäftigt sich Rechtsanwältin Patrizia Klein in Euskirchen mit den Bereichen der Scheidung, des Kindesunterhalts und dem Sorgerecht und Umgangsrecht


Wenn sie sich Scheiden lassen möchten oder Ihren Anspruch auf Trennungsunterhalt geltend machen wollen wenden Sie sich an Patrizia Klein - Fachanwältin für Familienrecht in Euskirchen


Patrizia Klein berät Sie als Fachanwältin für Familienrecht auch bezüglich der Regelung des Sorgerechts und des Umgangsrechts


Sorgerecht und Umgangsrecht

Häufig bedarf es im Falle einer Trennung und Scheidung der Regelung des Sorge- und Umgangsrechts. Grundsätzlich steht den verheirateten Eltern auch nach der Scheidung die gemeinsame elterliche Sorge über das Kind zu. Bei nicht verheirateten Eltern hat zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht, es ist aber auf Antrag des Vaters auch die gemeinsame elterliche Sorge möglich.

Nach der Trennung der Kindeseltern steht dem nicht betreuenden Elternteil ein Umgangsrecht mit dem gemeinsamen Kind zu.

Entscheidend beim Sorge- und Umgangsrecht ist das Kindeswohl.


Versorgungsausgleich

Im Rahmen des Versorgungsausgleich werden die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften, auch hinsichtlich der Ansprüche von Beamten, einer betrieblichen Altersversorgung oder privaten Rentenanrechten, dergestalt ausgeglichen, dass jeder Ehegatte nach dem Halbteilungsgrundsatz für die Zeit der Ehe über gleich hohe Rentenanwartschaften verfügt.

Bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren ist der Versorgungsausgleich ausgeschlossen, es sei denn, ein Ehegatte stellt den Antrag auf Durchführung des Versorgungsausgleichs. 


Zugewinnausgleich

In Trennungs- bzw. Scheidungsverfahren wird auch der sogenannte Zugewinnausgleich durchgeführt. In der Regel leben die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, welcher automatisch besteht, wenn die Ehegatten nicht durch Ehevertrag einen anderen Güterstand vereinbart haben.

Der Zugewinnausgleich bedeutet, dass das Vermögen, das während der Ehe erwirtschaftet wird, im Rahmen des Zugewinnausgleichs bei Ehescheidung gleichmäßig auf beide Ehegatten verteilt wird. Das Vermögen, über welches der jeweilige Ehegatte bereits zum Zeitpunkt der Eheschließung verfügte, gehört jedoch auch weiterhin allein demjenigen Ehegatten, dem es zu Beginn der Eheschließung gehörte. 


Unterhaltsanspruch nichteheliche Mutter

Sind die getrennt lebenden Kindeseltern nicht verheiratet, so steht dem betreuenden Elternteil bis zum dritten Lebensjahr des Kindes ein Betreuungsunterhalt zu, da von dem betreuenden Elternteil während dieser Zeit nicht verlangt werden kann, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. 

Der Anspruch auf Betreuungsunterhalt endet nicht automatisch mit dem dritten Lebensjahr des Kindes, sondern es ist im Einzelfall zu prüfen, ob Gründe für eine Verlängerung des Anspruchs vorliegen.