Erbrecht

 

 

Testament

Im Rahmen eines Testaments können die erbrechtlichen Regelungen festgelegt werden. Eheleute können ein sogenanntes Berliner Testament errichten, in welchem sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen und bestimmen, dass mit dem Tod des zuletzt Verstorbenen der Nachlass an einen Dritten fallen soll.

Durch das Berliner Testament soll sichergestellt werden, dass dem überlebenden Ehepartner der Nachlass vollständig zufällt und Abkömmlinge (Kinder und Enkelkinder) zunächst von der Erbfolge ausgeschlossen sind.

In einem Testament können unter Beachtung der erbrechtlichen Vorschriften auch Erbquoten festgelegt und Vermächtnisse angeordnet werden.

 

Gesetzliche Erbfolge

Hat der Verstorbene kein Testament errichtet und ist auch kein Erbvertrag geschlossen worden, gilt die gesetzliche Erbfolge.

Sofern der Verstorbene neben dem Ehegatten auch Kinder hat, bilden der Ehegatte und die Kinder eine Erbengemeinschaft. Bis auf wenige Aus­nahmen findet in der Regel eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft statt. Dabei kann jeder Miterbe ohne Angabe von Gründen eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verlangen.


Im Bereich des Erbrechts unterstützt Rechtsanwältin Patrizia Klein Sie beim Aufsetzen Ihres Testaments



Wenn sie Fragen bezüglich der gesetzlichen Erbfolge haben wenden Sie sich an Rechtsanwältin Patrizia Klein in Euskirchen


 

Pflichtteil/Auskunftsanspruch

Abkömmlingen und Ehegatten, die einen zu geringen oder keinen Erbteil erhalten sollen, kann ein Pflichtteilsanspruch zustehen, bei welchem auch frühere Schenkungen des Erblassers zu berücksichtigen sind.

Die Höhe des Pflichtteils beziffert sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Dabei hat der Pflichtteilsberechtigte lediglich einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertes des Pflichtteils, jedoch keinen Anspruch auf bestimmte Nachlassgegenstände.

Zur Bestimmung des Wertes des Pflichtteils steht dem Pflichtteilsberechtigten gegenüber dem Erben/den Erben ein Auskunftsanspruch. Der Aus­kunfts­anspruch kann durch die Erstellung eines Nachlassverzeichnisses erfüllt werden.

Der Pflichtteilsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren.